St. Galler Unternehmen nochmals optimistischer

Thursday, 03. January 2013
Roger Tinner

Ungeachtet der international doch angespannten Wirtschaftslage rechnen 70 Prozent der Unternehmen in der Region St.Gallen mit einer guten bis sehr guten Auslastung. 80 Prozent von ihnen waren auch im letzten Halbjahr gut bis sehr gut beschäftigt - gerechnet hatten damit knapp 64 Prozent. Das zeigt die aktuelle Umfrage der Wirtschaft Region St.Gallen (WISG) zu den Unternehmensperspektiven.

Die Einschätzungen der jeweils mehr als 100 Unternehmen aus Dienstleistung, Industrie, Bauwirtschaft und Handel in der Region St.Gallen sind - nach einer leicht höheren Skepsis noch im Sommer 2012 - unerwartet und ungebrochen optimistisch. Allerdings muss beim Vergleich etwa mit der ganzen Ostschweiz festgehalten werden, dass für fast drei Viertel der hier ansässigen Firmen Auslandaufträge keine Rolle spielen.

Geschäftslage bei 75 Prozent gut bis sehr gut

Per Ende 2012 erachteten 75 Prozent (genau gleich viele wie im Dezember 2011) der Unternehmen die derzeitige Geschäftslage als gut bis sehr gut, wobei auch die «sehr gut»-Bewertungen wieder auf gut 20 Prozent gestiegen sind. Der aktuelle Auftragsbestand erhält über 62 Prozent der «gut bis sehr gut»-Stimmen (2 Prozent mehr als im Vorjahr). Die Zahl der «unbefriedigend»-Stimmen ist gegenüber dem Sommer 2012 um 3 Punkte auf nun 7,5 Prozent zurückgegangen. Die Entwicklung der Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten wird von knapp 5 Prozent als «unbefriedigend» beurteilt. 57,5 Prozent rechnen mit einer guten bis sehr guten und 37,5 Prozent mit einer befriedigenden Entwicklung.

Personalbestand stabil

Optimistisch zeigen sich die Unternehmen auch bei der Entwicklung der Anzahl Beschäftigter: Nur gerade 10 Prozent gehen von weniger Personal aus. 80 Prozent der Antwortenden dagegen rechnen mit gleichbleibendem und 10 Prozent mit steigendem Personalbestand rechnen. Die pessimistische Einschätzung betreffend Entwicklung der Preise hat sich gegenüber dem Sommer 2012 nochmals verstärkt: 30 Prozent rechnen mit fallenden, 67,5 Prozent mit gleichbleibenden Preisen. Und nur 2,5 Prozent glauben, dass die Preise überhaupt steigen, von «stark steigenden» Preisen geht kein einziges Unternehmen aus.

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