Lernende entwickeln Programm für «Triebwerk»

Tuesday, 08. January 2013

Der Verein Triebwerk, der sich für die Berufslehre engagiert, wickelt die Berufsbesichtigungen mit einem eigenen Programm ab. Geschaffen haben es Lernende der VRSG (Verwaltungsrechenzentrum AG St.Gallen) im Rahmen einer Projektarbeit.

Der Verein Triebwerk organisiert - neben anderen Aktivitäten wie Workshops für Schülerinnen und Schüler) neu auch Berufsbesichtigungen für angehende Lernende im zweiten Schuljahr der Sekundarschule. Bisher haben sich 77 Unternehmen an diesem Projekt beteiligt und Besichtigungen durchgeführt. Jeder der total 458 Schüler hatte die Möglichkeit, zwei Berufe an zwei Nachmittagen kennenzulernen. Dabei konnte aus 55 verschiedenen Berufen ausgewählt werden. Das Projekt will einerseits den Startschuss zur Berufswahl «abfeuern», andererseits einen ersten Einblick in die Berufe geben.

Glanzleistung der Lernenden

Vier Lernende der VRSG (siehe Foto) haben für eine schnelle und benutzerfreundliche Abwicklung dieser Berufsbesichtigungen nun eine Software zum «Triebwerk-Projekt» erarbeitet. Neben der Adressverwaltung von Firmen, Lehrpersonen und Schülern können damit auch Statistiken ausgewertet werden. Zudem kann mit dem Programm BBM ein «Matching» der Schüler zu den Betrieben gemacht werden, bei dem die Berufswünsche möglichst optimal berücksichtigt werden.

Berufsbildner Achi Brunnschweiler von der VRSG spricht von einer «Glanzleistung der Lernenden». Die vielen Stunden bzw. Tage an Arbeit, die sie geleistet haben – zusammengerechnet über 110 Arbeitstage – scheinen sich gelohnt zu haben. Die Durchführung der Berufsbesichtigungen wäre in diesem Umfang ohne ein solches Programm nicht möglich gewesen. «Einfach genial!», meint denn auch Priska Ziegler vom Verein Triebwerk, die vor allem die Eigeniniative der Programmierer lobt.

Die gesamte Erstellung des «Produkts», d.h. die Projektleitung, Begleitung der Kundschaft, und Programmierung ist zu 100 Prozent «made by Lernende». Hinzu kommt, dass sich die angehenden Fachkräfte zusätzlich die Programmiersprache für «Mac» aneignen mussten.

Austausch mit Jungen ist wichtig

«Ich predige immer wieder, dass wir den Jugendlichen und Lernenden zuhören müssen, wenn wir für die Berufswahl etwas entwickeln müssen.», sagt Priska Ziegler. Nicht zum ersten Mal profitiere der Verein von Lernenden: Bereits die Website von «Triebwerk» wurde von einem Lernenden der Firma giordano.ch im Rahmen seiner Lehrabschlussprüfung umgesetzt. Auch hier gab es ein erfreuliches Ergebnis – für beide Seiten.

Foto der VRSG Lernenden: v.l.n.r. Benjamin Contreras, Patrick Gemperle, Fabienne Gerschwiler, Erdem Celikten

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