VRSG-Forum «Chefsache»: 5. Ausgabe erneut mit Rekordteilnahme

Wednesday, 22. January 2014

Jedes Jahr im Januar lädt die Verwaltungsrechenzentrum AG St.Gallen (VRSG) Führungskräfte und Behördenmitglieder von Gemeinden und Kantonen aus der ganzen Deutschschweiz zum Forum «Chefsache» nach St.Gallen ein. Rund 140 Teilnehmende besuchten die fünfte Ausgabe der attraktiven Plattform zum gegenseitigen Austausch und widmeten sich den Chancen und Risiken des «Immer-mehr-immer-schneller» unserer Zeit. 

In den vergangenen Jahren konnte die VRSG ihren Kundenstamm kontinuierlich ausbauen. Heute ist die IT-Dienstleisterin für die öffentliche Hand für rund 270 Kunden in der ganzen Deutschschweiz und im Tessin tätig. Wie die Zahl der Kunden, so steigt auch die Teilnehmerzahl am VRSG-Forum «Chefsache» Jahr für Jahr an. Der Einladung zur fünften Ausgabe folgten rund 140 Führungskräfte der öffentlichen Hand aus der ganzen Deutschschweiz.

Immer mehr, immer schneller

«Immer mehr, immer schneller»: Das Thema des fünften Forums war «einer der wohl wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit» gewidmet, wie Verwaltungsratspräsident Eduard Gasser in seiner Begrüssung festhielt: «Wir haben immer weniger Zeit für immer mehr Aufgaben und Leistungen, die wir zu erbringen haben.» Dazu passend, verglich er die Herausforderungen für die VRSG mit der Formel 1: «Die Formel 1 und die Veranstalter der einzelnen Rennen vor Ort sorgen dafür, dass der Rennparcours sauber geteert und gesichert ist, so dass die Teams und ihre Fahrer auf den Rundkursen immer schneller immer mehr erreichen können. Der kleine, aber wesentliche Unterschied für die VRSG: Wir können uns nicht nur auf das Fundament konzentrieren wie die Formel 1 und die Rennveranstalter oder aufs Gasgeben und auf die Aerodynamik der Boliden wie die Fahrer und ihre Teams. Wir liefern verlässlich beides: das Fundament von Sicherheit und Beständigkeit wie auch Tempo und Innovationen.»

Herausforderungen aus drei Perspektiven
Nationalrat Andrea Caroni erzählte zunächst von seinem persönlichen, alltäglichen Umgang mit den neuen Kommunikationsmitteln wie Twitter und Facebook und erläuterte, wie elektronische Ablagemöglichkeiten heute die Arbeit eines Parlamentariers vereinfachen. Kritisch, aber auch ein Stück weit illusionslos äusserte er sich zur Überwachung durch Nachrichtendienste wie die NSA. Selbst ganz zu Beginn seiner politischen Laufbahn als Nationalrat Opfer eines «Identitätsdiebstahls» auf Twitter weiss er aus eigener Erfahrung, dass eine Verfolgung von Missbrauch durch anonyme Nutzer schwierig ist.

Sportmediziner Beat Villiger näherte sich dem Thema «Immer schneller, immer besser» in seinem Fach, dem Sport, und zeigte, wie weit verbreitet der Einsatz von Doping in Profi- und Amateursport, aber auch im Geschäftsleben ist. Als «Kinder der Leistungsgesellschaft» seien auch Behörden und Führungskräfte in Gefahr, die eigene Arbeitsleistung dauernd zu steigern, auch unter Einsatz leistungsfördernder Mittel. Doping sei, so Villiger, ein gesellschaftliches Problem, nicht nur des Sports, mit einem hohen Selbstgefährdungspotenzial. Das beste Mittel dagegen sei Vorbeugen und Schaffung eines Arbeitsumfelds, in dem andere Ideale und Inhalte als Leistung und Wachstum wichtig sind.

Peter Hogenkamp, Internet-Pionier und –Unternehmer, erläuterte an Live-Beispielen aus dem Web, wieso die klassischen Killer-Argumente gegen den Einsatz von Web 2.0 und Social Media nicht (mehr) gültig seien. Er verschwieg auch nicht reale Gefahren wie das Hacken von Passwörtern und empfahl ganz konkret den Einsatz von Authentifizierungen in zwei Schritten (mit Sicherheitscode, der via SMS verschickt wird). Sein Fazit: «Internet ist eine neue Technologie, die zu Beginn alle überfordert (hat) und die jetzt entsprechende Adaptionsprozesse fordert. Dazu zitierte Amara’s Law: «Wir neigen dazu, die Effekte einer neuen Technologie kurzfristig zu überschätzen und langfristig zu unterschätzen.»

Die Partnerin für effiziente Verwaltungen
Peter Baumberger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der VRSG, stellte schliesslich das Versprechen, das die VRSG ihren Kunden gibt, in den Vordergrund: Sie ist DIE Partnerin für effiziente Verwaltungen. «Wir wollen, bezogen auf das Gesamtangebot der Gemeinden, mit unseren Lösungen und Dienstleistungen aus der Sicht unserer Kunden mit unserem umfassenden Leistungsangebot die Nummer 1 sein. Deshalb weiten wir unser Angebot permanent aus.»

2014 führt die VRSG mehrere neue Lösungen ein, darunter zum Beispiel ihre eigene neue Einwohnerkontroll-Applikation VRSG | Loganto Einwohner und – in Partnerschaft mit dem Fribourger Service de l’informatique et des télécommunications SITel – VRSG | THEMIS, die umfassendste eSchKG-Applikation für Betreibungsämter in der Schweiz. Weiter entwickelt sie in einem neuen gemeinsamen Projekt mit der Stadt St.Gallen eine umfassende prozessorientierte, voll integrierte HR-Lösung für das Personalmanagement. Diese wird die Bedürfnisse der kommunalen Verwaltungen massgeschneidert abdecken, Medienbrüche abbauen und gegen aussen systemoffen sein. Sie bildet die Referenzbasis für die neue Applikation VRSG | HR Personalmanagement. Davon werden bis im Jahr 2017 alle Kunden der VRSG profitieren, die mit VRSG | PI Personal und Lohn arbeiten.

Umfassende Gesamtlösungen

Die VRSG bietet ihren Kunden aus dem öffentlichen Sektor im Netzwerk mit ausgewählten Partnern umfassende «Managed Services» und durchgängige Lösungen ohne Medienbrüche an, die ins eGovernment eingebunden sind: konsolidierte, zentralisierte Dienstleistungsprozesse mit Rechenzentrum, Vertrieb, Cloud, Drucken und Verpacken sowie Outsourcing. Während andere Anbieter diese Dienstleistungen einkaufen müssen, rundet die VRSG mit ihren Partnern ihr Gesamtangebot ab. «Das ist für unsere Kunden praktisch und auch am wirtschaftlichsten», ist Peter Baumberger überzeugt.

(Bildlegende)

VRSG-Spitze mit den Referenten: Verwaltungsratspräsident Eduard Gasser zusammen mit Nationalrat Andrea Caroni, Internet-Pionier Peter Hogenkamp, Moderatorin Regula Späni, dem GL-Vorsitzenden Peter Baumberger und Sportarzt Beat Villiger  (v.l.n.r.).       
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