Zweites Ostschweizer BIGNIK auf dem Hägen in Stein AR

Thursday, 22. May 2014

Was ist BIGNIK? Für viele ist es ein Kunstprojekt – nicht mehr. Für Thomas Scheitlin, Präsident Region Appenzell AR - St.Gallen - Bodensee als Initiantin des Projekts, ist BIGNIK auch ein Generationenprojekt zugunsten einer zusammenwachsenden Region. Im Juni findet nun das zweite BIGNIK statt, dieses Mal auf dem Hägen in Stein AR. Das Tuch ist weiter gewachsen und soll bis 2027 50% der BIGNIK-Vision erreicht haben.

Die BIGNIK-Idee ging um die Welt. Zahlreiche internationale Medien von China bis Amerika berichteten über das neue „Schweizer Tuch“. Die britische Rundfunkanstalt BBC wählte BIGNIK gar zum Bild der Woche. Für Rolf Geiger, Geschäftsführer der Region Appenzell AR - St.Gallen - Bodensee, ist das ein klares Zeichen dafür, dass BIGNIK nicht nur eine Metapher für das Zusammenrücken unserer Region ist, sondern „auch dafür, dass das Image unserer Region auf eine positive Art mitgeprägt werden kann.“

Bis 2027 50% der BIGNIK-Vision erreichen

Wenn man alle bis jetzt vernähten BIGNIK-Module aneinanderreihen würde, könnte man eine Strasse auf einer Länge von knapp fünf Kilometern bedecken, was etwa der Distanz zwischen Arbon und Rorschach entspricht. Die BIGNIK-Vision käme aber auf 189 Kilometer, also ungefähr die Strecke von St.Gallen nach Bern. Bis jetzt wurden mit rund 13 Millionen Nadelstichen mehr als 16 Kilometer Faden vernäht. Und schon jetzt stellt BIGNIK eine grosse Herausforderung dar, nicht nur, was die Auslegung betrifft. So sind zurzeit sämtliche Tuchmodule in St.Margrethen in einer Industriehalle eingelagert. Ziel ist es, bis im Jahr 2027 50% der geplanten Fläche erreicht zu haben. Wenn das Tuch dann einmal fertig ist, werden rund 250‘000 einzelne Tücher zusammengenäht worden sein, verschiedene Generationen werden an der Realisierung mitgewirkt haben und die Ostschweiz wird zahlreiche Auslegungen erlebt haben.

Einladung zur 2. BIGNIK-Auslegung

Die zweite offizielle Auslegung des Riesentuches findet von 12 bis 17 Uhr auf dem Hägen in Stein AR statt – an einem schönen Samstag oder Sonntag (siehe Verschiebedaten). Nicht vergessen: Picknick, Sonnenhut, Sonnencreme und genügend zu trinken mitnehmen. Schuhe und Sonnenschirme sind auf dem Tuch nicht gestattet. Weitere Infos auf dem Einladungsflyer (pdf-Dokument ).

Ablauf vom Samstag, 7. Juni 2014

Verschiebedaten: 8.6 / 14.6 oder 15.6 / 21.6 oder 22.6 / 28.6 oder 29.6
09:00 - 11:00 Das Tuch wird mit mehreren Dutzend Helfern ausgelegt
12:00 - 17:00 Öffentliches Volkspicknick
14:00 - 14:30 Helikopter-Flugbewegung für Medienleute
17:00 - 19:00 Das Tuch wird mit mehreren Dutzend Helfern zusammengelegt

Für die Auslegung werden noch zahlreiche Helferinnen und Helfer gesucht. Weitere Informationen zur Auslegung sowie Anmeldemöglichkeit für Helferinnen und Helfer unter www.bignik.ch oder 071 222 10 90.  

Hier wird weitergenäht

Viele Freiwillige unterstützen weiterhin die Idee, nähen Tuchmodule und tragen die BIGNIK-Vision weiter. Ab heute wird wiederum vor dem St.Galler Rathaus genäht. An vier Nähtagen (21., 22., 27. und 28. Mai 2014) verarbeiten Näherinnen und Näher vor dem Rathaus St.Gallen rote und weisse Tücher. Seit gestern hat sich auch die Evangelische Kirche in Bruggen in eine Nähwerkstatt verwandelt. Selbst die ortsansässige Pfarrerin Kathrin Bolt wird am riesigen Tuch mitnähen.

VBSG ab sofort eine Tuchsammelstelle

Nach wie vor werden Tücher gesammelt. Nach dem St.Galler Rathaus und dem Reisebüro im St.Galler Hauptbahnhof sind es nun die VBSG, die eine Tuschsammelstelle eingerichtet hat. Ab sofort können rötliche und weissliche Tücher (mind. 1.40 x 1.40 m) bei der VBSG-Verkaufsstelle auf dem Bahnhofplatz abgegeben werden. BIGNIK benötigt noch viel mehr Tücher, denn bis jetzt sind erst rund 10% der benötigten Viertelmillion Tücher gesammelt worden.

Was ist BIGNIK?

Gemeinsam ein riesiges Picknick-Tuch für die ganze Bevölkerung erschaffen, das der Fläche von 100 Fussballfeldern entspricht. Bestehend aus 252‘144 Tüchern, exakt so vielen, wie die Einwohnerzahl der Region. So lautet die Vision der «Region Appenzell AR - St.Gallen - Bodensee» als Initiantin, und der Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin vom Atelier für Sonderaufgaben, welche die Idee zu BIGNIK hatten.

BIGNIK ist kein Event im herkömmlichen Sinne. Es ist eine künstlerische Intervention, die aus den lokal vorhandenen textilen Ressourcen schöpft und an der breite Teile der Bevölkerung massgeblich beteiligt sind. BIGNIK ist der Versuch, eine einzigartige gemeinschaftliche Tradition für die Region zu schaffen. Eine Plattform für Begegnungen und Geschichten.

Bis jetzt waren über tausend Menschen am Entstehungsprozess mitbeteiligt. Sie sammeln, unterstützen und nähen seit Monaten – und tragen so die Vision weiter. Ziel ist, dass BIGNIK jährlich weiterwächst und jeweils im Frühsommer öffentlich zum Picknick einlädt. Bis 2027 sollen 50% der BIGNIK-Vision erreicht sein.

 

(Bildlegende)

In BIGNIK-Stimmung: Der St.Galler Stadtpräsident Thomas Scheitlin posiert mit Rolf Geiger, Geschäftsleiter der «Region Appenzell AR - St.Gallen - Bodensee», Christoph Scheidegger, Gemeindepräsident von Stein AR und Michael Götte, Vizepräsident der Region.

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