Wirtschaftsverbände zur neuen Marktplatz-Vorlage: Beschränkung auf das absolut Notwendige

Wednesday, 13. August 2014

Gewerbe Stadt St.Gallen, Wirtschaft Region St.Gallen, Hauseigentümerverband der Stadt St.Gallen und Pro City fordern, dass sich das Marktplatz-Projekt auf das absolut Notwendige beschränkt. Eine Vorlage mit Kosten von 21 Millionen Franken, die am Ende doch nur «Kosmetik» statt eine Vision bringt, ist aus Sicht der Wirtschaftsverbände angesichts der angespannten städtischen Finanzlage klar abzulehnen.

Die Stadt St.Galler Wirtschaftsverbände sind sich einig: Von der einstigen Marktplatz-Vision, die sie in der damaligen Abstimmung mitgetragen haben, ist wenig bis nichts übriggeblieben. Das Gleiche lässt sich von den Kosten leider nicht behaupten.

Die in diesen Tagen präsentierte, neue Vorlage für die Sanierung des Marktplatzes orientiert sich konsequent an den Punkten, an denen das frühere Projekt im Volk scheiterte: Die Calatrava-Halle bleibt, die Rondelle bleibt, die Markthalle kommt (vorläufig) nicht. Das vermeintlich konsequente Abspecken ist aber auf halber Strecke stehengeblieben, wie die veranschlagten Kosten zeigen.

Nur sanieren

Die Wirtschaftsverbände schlagen – nachdem die Parkplatzaufhebung unabhängig von der Vorlage ja schon beschlossene Sache ist – vor, dass sich die Stadt darauf beschränkt, das absolut Notwendige umzusetzen: Sanierung von Rondelle, Sanierung des «Taubenlochs» (ohne «Aufwertung» zu Event-Location, sondern allenfalls Nutzung als Lagerlatz für mobile Marktstände) und die absolut notwendigen Anpassungen bei der Verkehrsfläche, die ja nach Schliessung der Parkplätze genügend Platz für  ÖV und Taxis bietet.

Eine eigentliche Begegnungszone wird nach der Streichung der Markthalle ohnehin nicht entstehen, so dass eine zurückhaltende Bepflanzung zusammen mit verschiedenen Sitzgelegenheiten genügt. Aus Sicht der Wirtschaftsverbände ist eine solche Variante für die Hälfte der Kosten (also rund 10 Millionen) machbar. Sie fordern Baukommission und Parlament auf, die Vorlage mit dem Auftrag der weiteren Reduktion an den Stadtrat zurückzuweisen oder sie jedenfalls mit dem Ratsreferendum einer Volksabstimmung zu unterstellen.

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