Dank textilen «QR-­Schatullen» die textile DNA der Ostschweiz erleben

Wednesday, 22. October 2014

«Textilland Ostschweiz» baut die Angebote, die den prägenden Einfluss der Textilwirtschaft touristisch erlebbar machen, kontinuierlich aus. Die Reihe der «Textilland»-­Hotels mit speziellen Textilzimmern wächst, und dank der Auszeichnung mit textilen «QR-­Schatullen» wird das reiche Leben bedeutender Gebäude der Textilgeschichte erlebbar. Den Anfang macht das Kirchhoferhaus der Universität St.Gallen, das am Ursprung des Universitäts-­Campus steht und mit Jakob Schlaepfer renoviert wurde.

«Unsere Universität ist seit jeher stark mit der Region und der Textilindustrie verbunden, und zwar gleich mehrfach», führte Thomas Bieger, Rektor der Universität St.Gallen, anlässlich der Einweihung der neu renovierten Repräsentationsräume im Kirchhoferhaus aus. «1898 wurde auf Betreiben der St.Galler Textilbranche unsere Vorläuferin, die damalige Handelsakademie, gegründet. Das Kirchhofergut, auf dem die Universität seit 1963 beheimatet ist, verdanken wir dem Textilunternehmer, Politiker und Mäzen Oberst Paul Kirchhofer – beziehungsweise einer Schenkung seiner Grossnichte Lily Heer-­Huber an die Stadt St.Gallen.» Paul Kirchhofer (1825 – 1903) war Teilhaber der Stickerei‑ und Exportfirma Vonwiller, der heutigen Union AG, und Mitglied des Kaufmännischen Directoriums, der Vorläuferin der Industrie-­ und Handelskammer St.Gallen-­Appenzell. Er ermöglichte unter anderem mit einem Beitrag von 150‘000 Franken den Bau der Tonhalle St.Gallen.

Repräsentativer «textiler Atem»

 Die Universität St.Gallen bringt diese Verbundenheit als Mitglied von «Textilland Ostschweiz» zum Ausdruck. In Zusammenarbeit mit den Tourismusdestinationen macht der Verein das textile Know‑how und Erbe der Ostschweiz mit spezifischen Angeboten touristisch erlebbar. Dazu gehört unter anderem die Kennzeichnung bedeutender Gebäude der Textilgeschichte mit einer textilen «QR-­Schatulle». Als erstes Objekt wurde das neu mit textilen Schätzen des St.Galler Traditionsunternehmens Jakob Schlaepfer renovierte «Kirchhoferhaus», das am Ursprung des Universitäts-­Campus steht, mit einer «QR-­Schatulle» ausgezeichnet.

Die Universität nutzt das Erdgeschoss des Hauses als Ausgangspunkt für Führungen durch ihre reiche Kunstsammlung, für Apéros, Empfänge und Sitzungen. «Über das Rektorat können die Räume auch gemietet werden», erklärt Thomas Bieger. Martin Leuthold, Creative Director von Jakob Schlaepfer, freut sich über die gelungene Zusammenarbeit: «Mit der speziell abgestimmten Gestaltung – von den Tapeten bis zu den Vorhängen – konnten wir den drei Repräsentationsräumen im Haus den textilen Atem wieder einhauchen, der seine Geschichte geprägt hat.»

Geschichten hinter gestickten QR-­Codes

In den kommenden Wochen werden weitere herausragende Textilgebäude und architektonische Ensembles in St.Gallen und der Ostschweiz mit QR-­Schatullen ausgezeichnet, erläutert Rolf Schmitter, Präsident von Textilland Ostschweiz: «Die Textilwirtschaft hat die Entwicklung und das Bild der Ostschweiz nachhaltig geprägt. Ein Grossteil der eindrücklichsten Bauten in St.Gallen und in der Region stammen aus der Zeit der Textilblüte am Übergang vom 19. ins 20. Jahrhundert.»

Wer die gestickten QR-­Codes in den Schatullen an den Gebäuden scannt, kann auf www.textilland.ch in Geschichten rund um die Gebäude eintauchen, ausgearbeitet in Wort und Bild von Lebensstilforscherin Monika Kritzmöller und Architekt Martin Schregenberger aus St.Gallen. Bis Ende 2014 folgen in St.Gallen das Haus Wilson (Filtex AG) an der Teufener Strasse und die ehemalige Stickereibörse, der Sitz der UBS beim Broderbrunnen, sowie in Trogen das Ensemble des Landsgemeindeplatzes, das über www.jahrhundertderzellweger.ch als eigentliches Freilichtmuseum erlebbar ist.

Schrittweise Umsetzung

Im ersten Quartal 2015 folgen, das Einverständnis der Eigentümer vorausgesetzt, das Lagerhaus an der Davidstrasse, das Haus Oceanic an der St.Leonhard‑Strasse und das Haus Washington an der Rosenbergstrasse. Diese ersten sieben Objekte sind auf www.textilland.ch dokumentiert. Sie werden bis Ende 2014 um weitere sechs herausragende Gebäude ergänzt und auch auf der App «Oschte» aufgeschaltet. So entsteht in den kommenden Monaten eine individuell erlebbare architektonische Streiftour durch die Textilgeschichte der Ostschweiz. Zugleich fliessen die neuen «Spots» in die touristischen Führungen von St.Gallen-­Bodensee Tourismus ein. Parallel dazu arbeitet eine Expertengruppe Kurzbeschriebe zu weiteren Textilgebäuden in der Stadt St.Gallen aus, die im Lauf des ersten Halbjahres 2015 zu einem St.Galler Textilweg zusammengefasst werden. Anschliessend folgen zwei weitere Textilspuren im Appenzellerland und im Thurgau.

Drei Hotels mit neuen Textilzimmern

«Hautnah erlebbar sind exklusive, nach wie vor weltweit führende Ostschweizer Textilien zudem in den Textilzimmern unserer Mitglied-­Hotels in der Region», ergänzt Rolf Schmitter. «Unsere Mitgliedfirmen, alles renommierte Textilunternehmen, gestalten sie jeweils in Zusammenarbeit mit den Hotels speziell aus.» Neu bieten das Best Western Hotel Walhalla in St.Gallen drei AKRIS-­Zimmer und das Hotel Uzwil in Uzwil vier Textilzimmer von Christian Fischbacher, und im Hotel Säntispark entsteht eine speziell von Bischoff Textil gestaltete Junior Suite. Alle «Textilland»-‑Hotels bieten ihren Gästen auch spezielle Textilland-­Pauschalen.

www.textilland.ch > Erlebnisse > Architektur; www.textilland.ch > Textilland-­Hotels.

Bereits auf www.textilland.ch dokumentiert

Neue Textilzimmer in «Textilland»‑Hotels

  • ·  Best Western Hotel Walhalla****, St.Gallen (3 Zimmer, ausgestattet von AKRIS): www.hotelwalhalla.ch

  • ·  Hotel Uzwil****, Uzwil (4 Zimmer, ausgestattet von Christian Fischbacher): www.hoteluzwil.ch

  • ·  Demnächst: Hotel Säntispark****, Abtwil/St.Gallen (1 Junior Suite, in Ausgestaltung durch Bischoff Textil):

    www.hotel-­saentispark.ch

Kontakte

  • ·  Prof. Dr. Thomas Bieger / Prof. Dr. Ulrike Landfester, Rektor / Prorektorin Universität St.Gallen: Tel. +41 71 224 22 04

  • ·  Martin Leuthold, Creative Director Jakob Schlaepfer: Tel. +41 71 274 92 40

  • ·  Rolf Schmitter, Präsident «Textilland Ostschweiz»: Tel. +41 71 992 66 00, M +41 79 459 89 18

  • ·  Iwan Köppel, Geschäftsführer «Textilland Ostschweiz»: Tel. +41 71 992 66 00, M +41 79 407 70 50 

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