Neue Marktplatzvorlage nicht ohne Parkplatz-Lösung

Tuesday, 12. July 2011
Gemeinsame Medienmitteilung von WISG, Pro Stadt und Gewerbe Stadt St.Gallen

Die drei städtischen Wirtschaftsverbände Wirtschaft Region St.Gallen (WISG), Gewerbe Stadt St.Gallen und Pro Stadt nehmen die Vox-Analyse zur Marktplatz-Vorlage zur Kenntnis. Sie kritisieren die stadträtlichen Schlussfolgerungen dazu und verlangen eine Ersatzlösung für die rund 50 oberirdischen Parkplätze, die gemäss Stadtrat aufgehoben werden sollen.

Die drei grossen Wirtschaftsverbände der Stadt, die sich für die abgelehnte Marktplatz-Vorlage mit Parkhaus eingesetzt haben, gelangen bei ihrer Analyse zu andern Ergebnissen als der Stadtrat. Grundlage der Zustimmung war – unter anderem – der Parkplatz-Konsens, auf den sich Parteien und Verbände des gesamten politischen Spektrums geeinigt hatten. In diesem Konsens wurde die Gesamtzahl der innenstädtischen Ersatzparkplätze für die aufzuhebenden 150 oberirdischen Parkplätze inklusive der geplanten Parkgarage festgelegt und akzeptiert.

Keine Zustimmung ohne Parkplatz-Ersatz

WISG, Gewerbe St.Gallen und Pro Stadt haben die stadträtlichen Schlussfolgerungen zur Kenntnis genommen. Sie teilen seine Auffassung nicht, wonach nun 50 Parkplätze auf dem Marktplatz / Blumenmarkt ersatzlos aufgehoben werden sollen. Für die Wirtschaftsverbände bleiben Erreichbarkeit und Attraktivität der Innenstadt - auch für eine neue Marktplatz-Vorlage - die wesentlichsten Kriterien. Vergleiche mit anderen Städten zeigen klar, dass sich Stadtzentren nur überdurchschnittlich entwickeln, wenn diese verkehrstechnisch gut erschlossen sind. Dieser Trend wird sich in Zukunft noch akzentuieren. Eine wirtschaftlich attraktive Innenstadt wiederum ist die Lebensgrundlage für die Verkaufsläden und das Gewerbe in der Stadt.

Die Wirtschaftsverbände Wirtschaft Region St. Gallen (WISG), Gewerbe Stadt St. Gallen und Pro Stadt erwarten deshalb eine Ersatzlösung für die Parkplätze, die im Bereich Marktplatz aufgehoben werden sollen. Eine Vorlage, die dafür keine Lösung präsentiert, wird von den Wirtschaftsverbänden nicht akzeptiert und bekämpft. Sie erwarten vom Stadtrat, dass er die Interessen des direkt betroffenen Gewerbes in der Innenstadt berücksichtigt, und sind bereit, zu einer Lösung an einem runden Tisch das Ihre beizutragen. Die Wirtschaftsverbände halten dazu aber fest, dass runde Tische nur dann sinnvoll sind, wenn sich anschliessend alle Beteiligten an Abmachungen und Entscheide halten.

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