Stadt St.Gallen verdient einen richtigen Marktplatz

Sunday, 08. March 2015

Die «Neugestaltung Marktplatz» wird – aufgrund der klaren Ablehnung – nicht wie geplant durchgeführt und macht Platz für eine neue Vorlage, die sich auf das wirklich Wesentliche konzentriert: Die zukünftige Lösung für den ständigen Markt, den Verzicht auf Luxus im «Taubenloch» und ein vernünftiges Kosten-Nutzen-Verhältnis. Wirtschaft, FDP und SVP, die mit ihrem Referendum erfolgreich waren, fordern nun eine partizipative Planung, an der sie sich gerne beteiligen.

Durch die Abstimmung wurde bestätigt, dass es nicht reicht, einfach nur aufgrund einer VOX-Analyse eine Vorlage zusammenzubasteln: Das ergibt nur ein «Flickprojekt» und keine zufriedenstellende Lösung. Die deutliche Ablehnung der Vorlage zeigt, dass die St.Galler Bevölkerung an diesem zentralen Ort einen wirklich lebendigen Marktplatz will.

«Wir sind sehr froh darüber, dass das Volk dank dem Referendum selbst entscheiden konnte », sagt Andreas Dudli, Präsident FDP St. Gallen und Mitglied im Nein-Komitee: «Die Auseinandersetzung zu konkreten Schwächen der Vorlage hat sich gelohnt.» Und Gian Bazzi, Präsident von Gewerbe Stadt St.Gallen, hält bei seiner Analyse fest: «Die Stadt hat das Gespräch mit der städtischen Wirtschaft vor der Ausarbeitung der Vorlage zuwenig gesucht. Deshalb enthielt sie zu viele Schwachpunkte, die auch die Bürgerinnen und Bürger nicht überzeugen konnten. Für die neue Vorlage und die Zukunft erwarten wir, dass wir in die Planung und Umsetzung einbezogen werden.»

Gemeinsame Lösungsfindung

FDP, SVP und die Wirtschaftsverbände der Stadt St.Gallen, die das Referendum gemeinsam ergriffen haben, gehen davon aus, dass der Stadtrat das Projekt so in Angriff nimmt, dass auch in Zukunft ein ständiger Markt möglich ist. Das Nein-Komitee erwartet, dass die unnötigen Investitionen ins Taubenloch und die WC-Anlage gestrichen und stattdessen in den ständigen Markt investiert werden – in einen Marktplatz, den die Stadt St.Gallen verdient. Aber auch die Verschiebung der ÖV-Haltestellen muss genauer durchdacht und - das Wichtigste - die Ideen müssen mit den Direktbetroffenen besprochen werden.

«Innerhalb von 3 Jahren muss sich eine Lösung finden lassen, die auch für die Betroffenen, vor allem für die Marktstandbetreiber und das Innenstadt-Gewerbe überzeugend und zukunftsfähig ist», hält Ralph Bleuer, Präsident Pro City, dazu fest: «Wir helfen gerne bei der Lösungsfindung für den ständigen Markt mit».

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