«Ja zum Marktplatz für alle»: Jetzt alle einbinden und vorwärts machen

Thursday, 02. April 2015

Das Komitee «Nein zum Millionen teuren Pflaster-Marktplatz», dem die Wirtschaftsverbände der Stadt St.Gallen sowie FDP und SVP angehören, fordert den Stadtrat auf, ohne weitere «Wartezeit» und noch vor der Sommerpause eine «Auslegeordnung» zu machen. Dazu sollen Gegner wie Befürworter der gescheiterten Vorlage und insbesondere die Direktbetroffenen wie Marktfahrer, Taxibetriebe und Anrainer einbezogen werden.

Vor drei Wochen haben die Bürgerinnen und Bürger der Stadt St.Gallen Ihre Marktplatz-Vorlage deutlich verworfen. Sie sind damit der Nein-Parole des Komitees bzw. den darin vertretenen Wirtschaftsverbänden - Gewerbe Stadt St.Gallen (GSG), Pro City, Wirtschaft St.Gallen Ost (WSGO) und Wirtschaft Region St.Gallen (WISG) – sowie Parteien – FDP und SVP – gefolgt.  

Ja zum Marktplatz für alle

Das Komitee hat zwar Verständnis dafür, dass der Stadtrat über diese neuerliche Ablehnung enttäuscht ist. Kein Verständnis dafür haben Verbände und Parteien aber, wenn in Ihrer ersten Stellungnahme am Abstimmungssonntag nun von einer «Wartezeit» oder gar einer «Denkpause» die Rede ist. Wir haben während des ganzen Abstimmungskampfes betont, dass der Schlüssel zu einer erfolgreichen Marktplatz-Vorlage im Einbezug aller wesentlichen Anspruchsgruppen besteht – wie sie übrigens der Stadtrat nach der VOX-Analyse selbst als richtig erachtet hat. Seit dem 8. März heisst es auch für uns nicht mehr «Nein zum Marktplatz ohne Markt», sondern «Ja zum Marktplatz für alle» - also Ja zu einem Marktplatz, der die wichtigen Anliegen von den unwichtigen trennt und die wesentlichen Anliegen der Gegner wie der Befürworter vereint.

Runder Tisch oder Hearing?

Aus Sicht des Komitees ist noch vor der Sommerpause 2015 eine Auslegeordnung nötig, bei der befürwortende wie ablehnende Komitees, Parteien und Verbände sowie die unmittelbar Betroffenen – Marktfahrer der Wochenmärkte, Betreiber des ständigen Marktes, Taxibetreiber und Anrainer – einzubeziehen sind. In welcher konkreten Form (runder Tisch, Hearing etc.) dies stattfindet, das darf und soll aus unserer Sicht der Stadtrat entscheiden. Der Lead für dieses Projekt muss bei der Stadt bleiben, und das Komitee fordert den Stadtrat denn auch dringend auf, diese Leader-Funktion zu übernehmen.

Bei allen Differenzen, wie sie in einzelnen Projekten wie jetzt beim Marktplatz vorkommen können, ist aus Sicht der Verbände und Parteien eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Stadtbehörden wichtig ist. Das Komitee ist zudem überzeugt, dass eine mehrheitsfähige Neugestaltung des Marktplatzes für unsere Stadt sehr wichtig ist und dass alle Beteiligten deshalb bereit sein müssen, im gemeinsamen Gespräch und Prozess eine Lösung zu finden.

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