«Tausende von attraktiven Stellen»

Tuesday, 05. January 2016

Rund 15'000 Personen in fast 2'000 Unternehmen sind im ICT-Cluster St.Gallen-Bodensee beschäftigt. Damit bildet die Ostschweiz einen der wichtigsten ICT-Standorte der Schweiz. Mit «IT St.Gallen rockt!» macht der Verein IT St.Gallen auf die Attraktivität des Clusters aufmerksam. Dazu gehört auch die Versicherungsgruppe Helvetia.

Im ICT-Cluster St.Gallen-Bodensee sind rund 15‘000 Informatikerinnen und Informatiker in fast 2'000 Unternehmen beschäftigt. Die Reihe der Unternehmen reicht vom grössten unabhängigen Schweizer Anbieter von Business-Software für KMU über spezialisierte Anbieter von IT-Lösungen für die öffentliche Hand bis zu den öffentlichen Verwaltungen selbst. Von «klassischen» ICT-Unternehmen bis zu Unternehmen mit grossen ICT-Abteilungen. Vom führenden Schweizer Webdienstleister für E-Business und Online-Kommunikation bis zu Banken und Versicherungen. 

Einer der wichtigsten ICT-Standorte

Damit bildet die Region einen der wichtigsten und attraktivsten Schweizer ICT-Standorte. Der ICT-Cluster St.Gallen-Bodensee und seine Bedeutung sind allerdings wenig bekannt. Das will der Verein IT St.Gallen mit «IT St.Gallen rockt!» ändern und damit aktiv dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Vor zwei Jahren gegründet, zählt der Verein heute bereits über 60 Mitglieder. «IT St.Gallen rockt!» ist offizieller ICT-Cluster der St.GallenBodenseeArea. «Der Cluster bietet Tausende von attraktiven Stellen», hält Isabel Schorer fest, Leiterin Standortförderung der Stadt St.Gallen und Vorstandsmitglied des Vereins. 

IT kommt Schlüsselfunktion zu

Zu den attraktiven «Aushängeschildern» des ICT-Clusters St.Gallen-Bodensee gehört unter anderen die international tätige Versicherungsgruppe Helvetia mit Gruppensitz in St.Gallen. Mit dem Zusammenschluss von Helvetia und Nationale Suisse entstand ein neuer Schweizer All-Branchen-Versicherer. Helvetia bewirtschaftet und betreut mit insgesamt rund 280 Informatik-Mitarbeitenden in der Schweiz praktisch die gesamte Wertschöpfungskette der IT «inhouse». Bei der Abwicklung des Zusammenschlusses kommt der IT eine Schlüsselfunktion zu. «Wir legen zwei grosse, erfolgreiche IT-Bereiche zu einer noch professionelleren IT-Organisation zusammen», fasst Armin Suter, als Geschäftsleitungsmitglied von Helvetia Schweiz verantwortlich für die Informatik im Heimmarkt, das Grossprojekt zusammen. Dazu gehören die Vereinheitlichung der IT-Arbeitsplatzinfrastruktur mit Telefonie, Laptops und Basis-Software und das Implementieren einer vereinheitlichten Produktepalette – immer mit den nötigen Datenmigrationen – wie auch der Rückbau der alten Systeme, «und zwar immer so, dass Helvetia auskunftsbereit bleibt», erklärt Armin Suter. «Die Migrationen der riesigen Bestände an Partner-, Policen- und Schadendaten wollen schrittweise und generalstabsmässig geplant und durchgeführt sein.» 

Akademischen Nachwuchs fördern

Auch Helvetia kennt die Herausforderungen, geeignete IT-Fachkräfte zu finden. «Für uns ist es deshalb selbstverständlich, dass wir im Rahmen von ‹IT St.Gallen rockt!› die Attraktivität von IT-Berufen – insbesondere in der Region St.Gallen – aufzuzeigen versuchen», erklärt Armin Suter. Daneben ist Helvetia bestrebt, Studienabgängern einen möglichst attraktiven Berufseinstieg zu ermöglichen. So hat die Versicherungsgruppe im September 2015 ein neues IT-Traineeprogramm lanciert: Das «Insurance Trainee Programm» (ITP) dauert zwölf Monate und bietet nebst dem Einsatz im IT-Umfeld auch programmbegleitende Massnahmen. «Wir setzen damit gezielt auf interne Ausbildungen des akademischen Nachwuchses und begegnen auch so dem Fachkräftemangel», sagt Armin Suter. 

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