Breite Allianz gegen Initiative Güterbahnhof

Monday, 18. January 2016

Eine breite Allianz aus Wirtschafts- und Verkehrsverbänden sowie Parteien setzt sich am 28. Februar 2016 für ein Nein zur Initiative Güterbahnhof ein. Eine Annahme würde die verkehrspolitisch ideale und dringend nötige Engpassbeseitigung A1 samt Teilspange mit unterirdischem Autobahn-Zubringer für alle Zukunft unmöglich machen. St.Gallen würde damit zu einer Staustadt für alle Verkehrsteilnehmenden. Dies gilt es mit einem Nein zu verhindern.

Am 28. Februar 2016 befinden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Stadt St.Gallen über die «Güterbahnhof-Initiative». Das Nein-Komitee informierte heute Montag (18. Januar 2016) über seine Ziele. Es besteht aus den Wirtschafts- und Verkehrsverbänden (Hauseigentümerverband, Gewerbe Stadt St.Gallen, Wirtschaft Region St.Gallen, Pro City, Wirtschaft St.Gallen-Ost und Industrie- und Gewerbeverein St.Gallen-West, Wirtschaft St.Gallen-Bodensee, TCS, ACS und Astag) und den Parteien CVP, FDP, SVP, BDP und EVP der Stadt St.Gallen. Marcel Aebischer, Präsident des TCS St.Gallen und Umgebung betonte, dass eine so breite Allianz ungewöhnlich sei und zeige, wie wichtig ein Nein für Wirtschaft wie Private sei: «Dem Nein-Komitee sind bis heute schon mehr als 100 Privatpersonen beigetreten.»

Karin Winter-Dubs, SVP-Fraktionspräsidentin, fasste namens der beteiligten Parteien die Ausgangslage zusammen: Die Vorlage gibt vor, das Quartier rund um den Güterbahnhof vor zusätzlichem Verkehr zu bewahren. Sie wurde jedoch zu einem Zeitpunkt gestartet, als die heute vorliegende – und breit akzeptierte - Lösung mit unterirdischem Anschluss und Anbindung Richtung Riethüsli noch gar nicht bekannt war. Karin Winter-Dubs wörtlich: «Zu erwarten wäre eigentlich ein Rückzug der Initiative gewesen. Den Initianten geht es aber letztlich darum, den motorisierten Individualverkehr in der Stadt dauerhaft zu behindern.» 

Eine Jahrhundert-Abstimmung
Laut Walter Locher, Präsident des Komitees, ist die Abstimmung über die «Initiative Güterbahnhof» eine eigentliche Jahrhundert-Vorlage: «Was die St.Galler Bürgerinnen und Bürger jetzt möglich oder eben unmöglich machen, hat Auswirkungen auf mehrere Generationen nach uns.» Sollte die weitsichtige Lösung nicht realisiert werden, wird der Auto- und Busverkehr in der Stadt St.Gallen innert weniger Jahre täglich während mehrerer Stunden im Stau blockiert sein. Das ist weder im Interesse der Verkehrsteilnehmer noch der belasteten Quartiere. «Nur mit einem Nein zur Initiative Güterbahnhof verhindern wir eine Staustadt St.Gallen, die für den gesamten Verkehr unzumutbar wäre!» hält Gian Bazzi, Präsident Gewerbe Stadt St.Gallen, fest. Mit der vorgeschlagenen Lösung «Engpassbeseitigung A1 mit Teilspange» mit unterirdischem Autobahn-Zubringer bleibt das Güterbahnhof-Areal weitgehend unangetastet, so dass eine städtebauliche Entwicklung jederzeit möglich bleibt. Zudem können für öffentliche Verkehrsmittel sowie für den Langsamverkehr sichere und effiziente, oberirdische Verkehrsführungen entstehen.

Nein auch aus Quartieren
Das Komitee empfiehlt den Bürgerinnen und Bürgern ein klares Nein zur Initiative Güterbahnhof. Nein sagte auch das Stadtparlament, das die Initiative in seiner grossen Mehrheit abgelehnt hat. Und der Stadtrat und die umliegenden Quartiervereine stehen ebenfalls klar hinter dem «Nein zur Staustadt St.Gallen». Das Komitee «NEIN zur Staustadt St.Gallen» fordert die St.Gallerinnen und St.Galler auf, ihrem Komitee beizutreten und sie im Einsatz gegen die «Initiative Güterbahnhof» zu unterstützen: www.staustadt-nein.ch.

 

Vier der zahlreichen Komitee-Mitglieder: Karin Winter-Dubs, Marcel Aebischer, Gian Bazzi und Walter Locher (v.l.n.r.).

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