Bignik – das überdimensionierte Picknicktuch dieses Jahr auf der Seehalde in Rorschacherberg

Tuesday, 03. May 2016

Bereits zum vierten Mal lädt die REGIO Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee zur Auslegung des Kunstwerks BIGNIK von Frank und Patrik Riklin ein. Dieses Jahr findet das Ostschweizer Riesen-Picknick auf der Seehalde in Rorschacherberg statt – zum ersten Mal unmittelbar in einem Wohnquartier. Von 12.00 bis 17.30 Uhr sind alle herzlich eingeladen an einem schönen Sonntag im Juni (5., 12., 19. oder 26. Juni) gemeinsam zu picknicken. Seit der letzten Auslegung ist das Tuch um 183 Module (ca. 1200 m2) gewachsen – aktuell weist das Tuch eine Grösse von 1.8 Hektaren auf, was rund vier Fussballfeldern entspricht. Mitte Mai gehen die Riklins wieder auf Tuchjagd und rufen einmal mehr die Tuchsammlung aus. Für das Gelingen der Auslegung sind auch noch Helferinnen und Helfer gesucht.

Die vierte BIGNIK-Auslegung weist eine Besonderheit auf: sie findet unmittelbar in einem Wohnquartier statt, angrenzend an eine Strasse und die Zugschienen der Rorschach-Heiden Bergbahn und zwischen zwei markanten Hochhäusern. „Das erste Mal, dass das Tuch zu den Leuten kommt und nicht umgekehrt“, so die Brüder Frank und Patrik Riklin vom Atelier für Sonderaufgaben. So gross wie das Tuch heute bereits ist (rund 4 Fussballfelder), so klein ist es noch im Hinblick auf die Gesamtvision von 100 Fussballfeldern, was exakt 252‘144 Tüchern und der Einwohnerzahl der Region entspricht. In ein paar Jahren wird das Riesentuch erste Häuser, Strassen, Wälder oder auch Gewässer integrieren (vgl. Animation, ab 01:53min, kanadischer TV-Beitrag zur BIGNIK-Vision im Discovery Channel).  

Tuchlegerinnen und -leger gesucht
Rund 2500 Tuchmodule müssen in 180 Minuten ausgelegt werden. Und das benötigt viele helfende Hände – Rolf Geiger, Geschäftsleiter REGIO Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee: „Ziel ist, dass das Tuch pünktlich um 12 Uhr für die Besucherinnen und Besucher freigegeben werden kann. Und dafür brauchen wir 80 bis 100 Tuchlegerinnen und -leger.“ Wer sich als Gruppe von zwölf Personen formiert und sich gleich verbindlich anmeldet, hat gute Chancen auf einen grossen Picknick-Korb für die ganze Gruppe, gefüllt mit kulinarischen Köstlichkeiten aus der Region. Interessierte Tuchlegerinnen und -leger können sich direkt auf www.bignik.ch anmelden.

Auf Tuchjagd
In der zweiten Mai-Hälfte gehen Frank und Patrik Riklin wieder von Tür zu Tür und sammeln alte rote und weisse Tischtücher, Vorhänge und Bettlaken mit einem Mindestmass von 1,4 x 1,4 Meter. Für alle Tücher, die während der diesjährigen „Tuchjagd“ nicht persönlich abgeholt werden können, ist vom 17. bis 28. Mai eine Tuchsammelstelle in den Migros-Filialen Rorschach, Goldach, Heiden und Rheineck eingerichtet.

Schulhaus näht an  der BIGNIK-Vision
Jedes Jahr unterstützen Freiwillige den Nähprozess und tragen so die BIGNIK-Vision weiter. Heuer ist es das Schulhaus Boppartshof, das eine dreitägige Nähaktion veranstaltet, um anschliessend ein eigenes „BIGNIK im Kleinformat“ durchzuführen. Morgen, 4. Mai 2016, findet die letzte Nähsession im Boppartshof statt. Grundsätzlich gehört das BIGNIK-Tuch allen. Einzige Bedingung für das Auslegen ist: Man muss selber nähen. Alle Tuchmodule, die selbst genäht wurden, dürfen auch für eigene Anlässe verwendet werden, bevor diese in den Gesamtbestand des BIGNIKs miteinfliessen. In den kommenden Wochen bis zur Auslegung sollen weitere Tuchmodule entstehen. Wer Lust hat, vier Tücher zu einem Modul zusammenzunähen, kann im Atelier für Sonderaufgaben (078 760 63 14) sogenannte „Nähpäcklis“ bestellen.

 

Bildlegende: Vor lauter Tücher sieht man die Menschen kaum: 2015 wurde das Tuch in Hauptwil auf dem Hummelberg ausgelegt. Dieses Jahr geht es an den See auf die Seehalde in Rorschacherberg. Ob es gelingt, alle bestehenden Tuchmodule innerhalb von drei Stunden auszulegen? (Das Bild steht zur freien Verfügung)

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