Die VRSG ist erfolgreich auf Kurs

Friday, 27. May 2016

Die Verwaltungsrechenzentrum AG St.Gallen (VRSG) hat im Geschäftsjahr 2015 die erfolgreichen Vorjahre nochmals übertroffen und den Nettoerlös gegenüber 2014 um fast 14 Prozent auf CHF 64.5 Mio. gesteigert. An der Generalversammlung in Gossau SG verabschiedeten die Aktionäre Hansjörg Baumberger aus dem Verwaltungsrat und wählten Christian Mühlethaler als Nachfolger.

Obwohl sich die VRSG in einem mehrjährigen Innovationszyklus befindet, erwirtschaftete sie auch 2015 einen – gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderten – Unternehmensgewinn von CHF 498`000. Dieser ist vor allem auf ein überdurchschnittliches Umsatzwachstum um markante 13.7 Prozent oder CHF 7.8 Mio. auf CHF 64.5 Mio. zurückzuführen.

Marktanteile und Kunden gewonnen
«Das Wachstum ist umso erfreulicher, als der dazugewonnene Umsatz grösstenteils wiederkehrend ist und ausschliesslich aus Zuwachs im Kunden- und Dienstleistungsportfolio stammt», stellt Verwaltungsratspräsident Eduard Gasser fest. «Das zeigt, dass sich die VRSG sehr kompetitiv im stark umkämpften Markt bewegt. Die Neukunden haben wir über öffentliche Ausschreibungsverfahren gewonnen.» Zugleich, ergänzt Peter Baumberger, Vorsitzender der Geschäftsleitung, hatte die VRSG die Kosten im Griff: «Beim Umsatz liegen wir klar über Budget, bei den Kosten mit allen Investitionen praktisch punktgenau auf Budget-Niveau.»

Gesamtdienstleistungen überzeugen
Eduard Gasser blickt zufrieden auf das Geschäftsjahr 2015: «Die VRSG hat die Ziele, die wir für 2015 priorisiert hatten, gut erreicht: Wir haben die Rollouts von VRSG | Loganto Einwohner und VRSG | THEMIS Betreibungsamt abgeschlossen und verschiedene Auftragsprojekte von Kunden ebenso erfolgreich gestartet und vorangebracht. Und vor allem haben wir auf kommunaler wie auf kantonaler Ebene mehrere Neukunden gewonnen.» Die VRSG baut konsequent auf gemanagte Lösungen – «Software as a Service» – und auf automatisierte Geschäftsprozesse, abgerundet mit Druck- und Verpackungsdienstleistungen und integrierten eGovernment-Lösungen für die Bevölkerung, erklärt Eduard Gasser: «Wir verkaufen nicht einfach Softwarelizenzen, sondern bieten exklusiv für die öffentliche Hand Gesamtdienstleistungen an, zu denen auch der Betrieb der Lösungen in den eigenen Rechenzentren gehört. Wie die Zahlen zeigen, gibt uns der Markt Recht: Unser Angebot kommt an.»

In die Technologie investieren
Für Peter Baumberger stehen neben dem erfolgreichen Gewinn von Neukunden die laufenden Investitionen im Fokus: «2015 haben wir das erste Paket eines Updates gestartet, das bis 2020 unsere gesamte Technologie auf den Stand der Zukunft bringen wird. Parallel dazu haben wir 2015 diverse Integrationsvorhaben umgesetzt und den neuen Service VRSG | Secure Connect aufgebaut.» Seit dem Frühjahr steht der Service ersten Kunden zur Verfügung, ab September können ihn alle Kunden nutzen. Sie können damit einfach und sicher über die kantonalen geschützten Netzwerke oder über das Internet auf die Lösungen der VRSG zugreifen und ihre Lösungen und Zugriffsrechte selbst über ein Webportal administrieren. «Wir konnten bisher den grössten Teil der Investitionen aus eigenen, spezifisch dafür angelegten Reserven finanzieren, setzen aber auch auf Fremdkapital. Der Abschluss 2015 mit dem Unternehmensgewinn von rund CHF 0.5 Mio. zeigt, dass wir auf Kurs sind.»

Fachkräfte aus- und weiterbilden
Der Personalbestand der VRSG ist 2015 weiter gewachsen. Das interdisziplinäre Know-how und die breite Erfahrung ihrer rund 330 Mitarbeitenden bilden die Basis der umfassenden VRSG-Dienstleistungen. «Wir haben auch 2015 erfolgreich in den Nachwuchs investiert – das ist angesichts des hochdynamischen Wettbewerbs um Fachkräfte von grösster Bedeutung für uns», betont Peter Baumberger. «Für mich war deshalb der Gewinn des IT-Berufsweltmeistertitels durch unseren Mitarbeiter Lars Tönz das eigentliche Highlight des Jahres 2015. Seither ist es ‹amtlich›: Wir bilden Weltmeister aus.»     

Integrationsstrategie bewährt sich
So erfolgreich die VRSG 2015 am Markt war, so wenig ist die Belastung wegzudiskutieren, die daraus resultierte, dass Abacus 2015 begann, im Zusammenhang mit dem Upgrade zur Finanzlösung der VRSG über die Medien und vor Gericht gegen die Mehrzahl der St.Galler Gemeinden vorzugehen: «Wir hoffen sehr, dass die zuständigen Gerichte diese unsägliche Situation möglichst rasch klären, damit wir uns zum Nutzen unserer Kunden wieder auf unsere eigentlichen Aufgaben konzentrieren können», sagt Eduard Gasser. «Der Vorwurf an die Gemeinden greift zu kurz. Wer einfach nur Preise vergleicht, ohne die Leistungen dahinter mit in den Vergleich einzubeziehen, vergleicht Äpfel mit Birnen. Wir werden an unserer Integrationsstrategie festhalten und weiterhin nicht einfach – wie die meisten Anbieter der Branche – Software-Lizenzen verkaufen, sondern unseren Gemeindekunden in allen Bereichen der öffentlichen Verwaltung umfassende IT-Dienstleistungen aus einer Hand anbieten.»

Wechsel im Verwaltungsrat
Die Generalversammlung wählte als Nachfolger des Ustermer Stadtschreibers Hansjörg Baumberger den Stadtschreiber von Bülach, Christian Mühlethaler, für den Rest der laufenden Amtsdauer in den Verwaltungsrat der VRSG. Hansjörg Baumberger war 2011 mit Blick auf sein Amt als Präsident des Vereins der Zürcher Gemeindeschreiber und Verwaltungsfachleute (VZGV) in den Verwaltungsrat gewählt worden. Da er das VZGV-Präsidium abgibt, reichte er auch den Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der VRSG ein. Christian Mühlethaler kennt das Unternehmen als langjähriges Mitglied des Kunden-Beirats bereits gut, und seine Wahl trägt der bewährten regionalen Zusammensetzung im Verwaltungsrat Rechnung.

Der Geschäftsbericht der VRSG ist zu finden auf http://geschaeftsbericht.vrsg.ch.  

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