Mitwirkungsprojekte der Stadt St.Gallen

Friday, 04. November 2016

Zurzeit laufen mit der Entwicklung und Aufwertung des Gebiets Bahnhof Nord, der Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt, der Entwicklung St.Fiden-Heiligkreuz, Entwicklung St.Gallen West/Gossau Ost und der Zukunft der St.Galler Innenstadt gleich fünf städtische Projekte mit unterschiedlichen partizipativen Mitwirkungsmöglichkeiten. Trotz hohen Koordinationsaufwands bewähren sich die Verfahren und dienen dem Stadtrat, zu breit abgestützten, tragfähigen Lösungsansätzen zu gelangen.

Mitwirkungsverfahren sind in der Stadt St.Gallen zwar nicht neu, erlangen aber zusehends an öffentlicher Beachtung und Bedeutung. Es ist ein übergeordnetes Ziel des Stadtrats, dass die Vorhaben und Projekte der Stadt in einer kooperativen und partizipativen Vorgehensweise angegangen werden. Neben einer Vielzahl formell geregelter Mitwirkungsmöglichkeiten wie Vernehmlassungen oder öffentlichen Auflagen sind dies ergänzende, freiwillige Formen der Mitwirkung.

Entwicklung und Aufwertung Bahnhof Nord

Seit Frühjahr 2016 läuft das partizipative Projekt rund um die Entwicklung und Aufwertung des Gebiets Bahnhof Nord. Aufgrund des hohen städtebaulichen und gesellschaftlichen Stellenwerts dieses Gebiets, wurden in den letzten Monaten in einem mehrstufigen Verfahren im Dialog Rahmenbedingungen ermittelt. Aufgrund dessen wurde mit vier Teams ein Testplanungsverfahren durchgeführt.

Das dialogische Testplanungsverfahren ersetzt die formellen Entscheidungsverfahren nicht, vielmehr soll gemeinsam eine Entscheidungsgrundlage geschaffen werden.

Am Mittwoch, 30. November 2016, werden die eingereichten Lösungsvorschläge am öffentlichen Ergebnis-Forum, dem 2. World Café, allen Interessierten präsentiert und mit der breiten Öffentlichkeit diskutiert. Das Ergebnis-Forum findet um 19 Uhr in der Lokremise statt.

Die darauf basierenden und erarbeiteten Empfehlungen wie das Gebiet Bahnhof Nord weiterentwickelt werden kann und soll, werden danach dem Stadtrat zum Entscheid über das weitere Vorgehen unterbreitet.

Neugestaltung Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt

Wie aktuell bei der Entwicklung Bahnhof Nord erprobt, soll auch bei der Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt ein partizipatives, ergebnisoffenes Verfahren zur Anwendung gelangen. Verschiedene Anspruchsgruppen und Grundeigentümer sowie die interessierte Bevölkerung erhalten die Möglichkeit, Wünsche, Vorstellungen oder Kritik zu äussern und sich aktiv mit der Neugestaltung auseinanderzusetzen.

Am Freitag, 2. Dezember 2016, beginnt im Festsaal des Waaghauses um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung. Stadträtin Patrizia Adam und Stadtplaner Florian Kessler stellen das weitere Vorgehen mit Blick auf das Planungsverfahren vor.

Interessierte Personen, welche mitreden, Wünsche, Vorstellungen oder Kritik einbringen wollen, können sich direkt an der Informationsveranstaltung für die später stattfindenden, geschlossenen Workshops anmelden.

Entwicklung St.Fiden-Heiligkreuz

Mit dem Landkauf des ehemaligen Bahnareals St.Fiden erwarb die Stadt Ende 2012 von den SBB ein für die Standentwicklung bedeutendes Grundstück. Zusammen mit dem städtischen Areal Fellhof, dem ehemaligen Werkhof des Gartenbauamts, bildet das gesamte Areal eine sehr wichtige innerstädtische Nutzungsreserve mit ausserordentlich guter Erschliessungsqualität an zentrumsnaher Lage.

In den kommenden drei Jahren soll ein mehrstufiger Planungsprozess die künftige Entwicklung des Stadtteils St.Fiden-Heiligkreuz und des Gebiets um den Bahnhof St.Fiden im Detail klären.

Nach Abschluss der Gebietsanalyse Ende 2016, startet ab 2017 mit der Testplanung die 2. Phase der Gebietsentwicklung. In dieser Phase findet die Mitsprache von Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern aus den Quartiervereinen, Wirtschaft, Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern etc. an diversen Workshops statt. Die Ergebnisse aus der Testplanung bilden das Zukunftsbild St.Fiden-Heiligkreuz, welches die Grundlage für einen städtebaulichen Wettbewerb bildet.

Entwicklung St.Gallen West / Gossau Ost

Im Westen von St.Gallen kamen über die Jahre verschiedene Verfahren zum Einsatz. Zu Beginn waren dies normale Planungen, die mit beschränkt kooperativen und partizipativen Verfahren ergänzt wurden. Mit Stakeholder- und Grundeigentümergesprächen sowie verschiedenen Standortabklärungen sollte eine gemeinsame Vision resp. ein Masterplan erarbeitet werden, was aber nicht gelang. Nun wird in vier Workshops ein neues Konzept zum weiteren Vorgehen erarbeitet. Dabei ist eine verstärkte Mitwirkung und Partizipation angedacht und die Erfahrungen aus anderen Projekten fliessen mit ein.

Zukunft St.Galler Innenstadt

Schliesslich denken zurzeit verschiedene Organisationen, Institutionen, Verbände und weitere Interessierte zusammen mit der Stadt St.Gallen über die Entwicklung der St.Galler Innenstadt nach: die zentrale Frage dabei ist, wie diese angesichts des Strukturwandels geeigneter gestaltet und belebt werden kann.

Innerhalb dieses Partizipationsprojekts wirken die Teilnehmenden direkt an der Erarbeitung eines Zukunftskonzeptes inklusive einer neuen strategischen Ausrichtung mit Umsetzungsmassnahmen mit. Ziel ist es, attraktive Erlebnis- und Aufenthaltsorte zu schaffen.

Das erste von vier Foren dazu fand am 14. September 2016 mit rund 120 Personen aus Wirtschaft, Verbänden sowie Bevölkerung und Grundeigentümerschaften statt. Das zweite Forum wird am 7. Dezember 2016 durchgeführt. Interessierte können sich bei der Standortförderung der Stadt St.Gallen direkt anmelden.

Unterschiedliche Anforderungen an Partizipation

Partizipative Verfahren müssen unterschiedlichen Anforderungen Rechnung tragen. Entsprechend gelangen unterschiedliche Mitwirkungsverfahren zur Anwendung.

Das übergreifende Ziel der Stadt St.Gallen ist es, das kooperative und partizipative Klima bei der Umsetzung von Vorhaben und Projekten in der Stadt St.Gallen nachhaltig zu stärken.

 

Weitere Informationen auf dem Flyer.

druckenzum Seitenanfangzurück