Neugestaltung Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt: Start des partizipativen Verfahrens

Friday, 25. November 2016

Für die Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt hat sich der Stadtrat im Sommer 2016 für ein partizipatives, ergebnisoffenes Verfahren entschieden. In drei Foren setzen sich verschiedene Anspruchsgruppen und Grundeigentümer sowie die interessierte Bevölkerung aktiv mit der Neugestaltung auseinander. Die Stadt informiert anfangs Dezember an einer öffentlichen Informationsveranstaltung über diese nächsten Schritte und stellt die Ergebnisse einer Online-Umfrage zu den vielfältigen Ansprüchen an die Neugestaltung vor.

Mittels Plakaten, Flyern sowie einer Standaktion auf dem Marktplatz wird in den nächsten Tagen auf die öffentliche Informationsveranstaltung vom Freitag, 2. Dezember 2016, 19 Uhr, im Festsaal des Waaghauses aufmerksam gemacht. Stadträtin Patrizia Adam, Stadtplaner Florian Kessler sowie Michael Emmenegger, externer Prozessbegleiter, informieren an diesem Abend über das partizipative Verfahren. Dieses besteht aus drei geschlossenen Grossgruppen-Workshops, zu welchen die verschiedenen Anspruchsgruppen und Grundeigentümer mit je zwei Delegierten eingeladen sind. Ebenfalls haben rund ein Dutzend Vertreterinnen und Vertreter aus der Bevölkerung die Möglichkeit, in der Forumsarbeit mitzuwirken. Sie können sich direkt an der Informationsveranstaltung anmelden, gleichzeitig wird ein Formular auf der städtischen Internetseite aufgeschaltet. Sollte die Nachfrage die verfügbaren freien Plätze übersteigen, trifft die Stadt eine Auswahl aufgrund soziodemografischer Kriterien.

An der Informationsveranstaltung werden die Ergebnisse einer in den letzten Wochen durchgeführten Online-Umfrage präsentiert. Die Stadt hat dazu 55 Anspruchsgruppen und 50 Grundeigentümerschaften eingeladen. Teilgenommen haben 40 Anspruchsgruppen (73%) und 17 Grundeigentümerschaften (34%). In der Umfrage konnten sie ihre Positionen zu verschiedenen Themen rund um Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt darlegen. So zeigt sich, dass Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt einen hohen Stellenwert einnehmen. Als Zentrum der St.Galler Innenstadt soll er zukünftig diverse Funktionen erfüllen und zugleich Markt-, Aufenthaltsort- und städtischer Begegnungsort für alle Bevölkerungsgruppen sein.

Die Geister scheiden sich bei Calatravahalle und Rondelle. Rund 50% der Teilnehmenden finden die beiden Bauten eher bedeutend bis sehr bedeutend, eher unbedeutend bis unbedeutend ist die Caltravahalle für 44%, die Rondelle für 48%. Auch bei der Frage nach Erhalt resp. Abbruch gehen die Meinungen auseinander, rund die Hälfte ist offen für beide Varianten. Zustimmung findet die Aussage, dass Erdgeschossnutzungen bei platzangrenzenden Gebäuden wichtig sind für Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt. Zukünftig sollen Gastronomie und Läden die öffentlichen Flächen stärker prägen. Beim Waaghaus sprechen sich zwei Drittel aller Befragten für eine Mischung aus öffentlicher und privater Nutzung aus, ein Drittel bevorzugt eine hauptsächlich öffentliche Nutzung. Für eine kommerzielle Verwendung tritt niemand ein. Die Umfrage zeigt zudem, dass eine neue Vorlage etwas kosten darf. 86% der Teilnehmenden befürworten eine umfassende Neugestaltung, welche sich die Stadt leisten soll.

Die Ergebnisse der Umfrage bilden die Grundlage für das erste «Forum Marktplatz», welches am Mittwoch, 25. Januar 2017, 16 bis 22 Uhr, im Festsaal des Waaghauses durchgeführt wird.

 

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