Start der Testplanung Zukunftsbild St.Fiden-Heiligkreuz

Thursday, 30. March 2017

Start der Testplanung Zukunftsbild St.Fiden-Heiligkreuz

Die erste Phase des mehrstufigen Entwicklungsprozesses für den Stadtteil St.Fiden-Heiligkreuz mit einer Gesamtschau der Rahmenbedingungen ist abgeschlossen. Anfang März wurde die Testplanung mit vier interdisziplinären Bearbeitungsteams gestartet. Sie haben den Auftrag, verschiedene Entwicklungsszenarien für das Areal zu erarbeiten.

Das für die Testplanung eingesetzte Begleitgremium, bestehend aus 42 Personen, konnte sich an einem Workshop mit dem Vorgehen und den Zielen der Planung auseinandersetzen und letzte Kor-rekturen einbringen. Das Gremium setzt sich aus verschiedenen Interessenvertretern aus Stadt/Kanton, Wirtschaft, Zivilgesellschaft sowie externen Fachspezialistinnen und Fachspezialisten zusammen. Nach dem ersten Workshop wurde das Testplanungsprogramm fertiggestellt und vom Stadtrat verabschiedet. Damit konnte die wichtige Vorbereitungs- und Grundlagenphase abgeschlos-sen werden. An einer Startveranstaltung diesen Monat, mit fachlichen Inputreferaten sowie einer Ortsbegehung, erhielten die Teams einen guten Einblick in die Aufgabenstellungen und die Verhältnisse vor Ort. Die Projektleitung des Gesamtprozesses liegt beim Stadtplanungsamt. Die Verfahrens-begleitung der Testplanung geschieht durch die Metron Raumentwicklung AG aus Brugg.

Teams sind gefordert

Nun obliegt es den vier interdisziplinären Bearbeitungsteams für den Stadtteil St.Fiden-Heiligkreuz Entwicklungsszenarien zu entwerfen. Der Bearbeitungsperimeter umfasst ein bewusst gross umgrenztes Gebiet, das die Einfallsachen Langgasse / St.Jakob-Strasse und die Rorschacher Strasse mit ihren Zentrumsfunktionen integriert. Dies ist notwendig, um die richtigen Schlüsse für das Kerngebiet mit den stadteigenen und anderen Grundstücken beim Bahnhof St.Fiden zu ziehen. In der Testpla-nung geht es um Fragen der Nutzungen, Zentrumsfunktionen, Identität, öffentlichen Räume, Freiräu-me, Verkehrsinfrastrukturen und Verbindungen. Als Besonderheit ist die Rolle und Lage des Migros-Einkaufszentrums „Bach“ zu klären, welches weiterhin eine wichtige Nutzung für das Areal ist.

Für die Bearbeitung konnten spezialisierte und erfahrene Büros wie Harder Spreyermann, KCAP, Salewski & Kretz (alle Zürich) sowie Morger Partner aus Basel gewonnen werden. Um integrale Lösungen zu gewährleisten, haben sich die Städtebaubüros mit Fachleuten aus den Bereichen Freiraum und Verkehr erweitert. In der aktuellen Bearbeitungsphase sind pro Team drei Szenarien mit unter-schiedlichen Eingriffstiefen zu skizzieren. Das Spektrum reicht vom Szenario der Grösse S, das sich durch zurückhaltende, gezielte Eingriffe auszeichnen soll, bis zum Szenario L, bei welchem ein neuer Stadtteil entwickelt werden soll. Den komplexen Problemstellungen der Quartierentwicklung wird so mit einem breiten Fächer möglicher Entwicklungen begegnet, die im direkten und gemeinsamen Ver-gleich beurteilt werden. Bei diesem dialogischen und kooperativen Planungsprozess steht nicht die Konkurrenzsituation zwischen den teilnehmenden Teams im Vordergrund, sondern das Erarbeiten nicht anonymer Lösungsvorschläge, die im offenen Meinungsaustausch zwischen Teilnehmenden und dem Begleitgremium entwickelt werden.

Die weiteren Schritte

Bis zum dritten Workshop im Mai läuft die aktuelle Szenarienphase. Aus den verschiedenen Lösungsansätzen sollen sich konkretere Konzeptaufträge für die Teams ergeben. Die Konzeptphase endet mit dem vierten Workshop Ende Juni. Die Konzepte der Teams werden dann in einer letzten Arbeitsphase auf eine Synthese mit Plan und Text heruntergebrochen, das Substrat der Entwicklungsleitplanken für den Stadtteil St.Fiden-Heiligkreuz. Hier werden die besten Lösungselemente der verschiedenen Teams gewertet, kombiniert und in gestraffter Form für die kommenden Planungsschritte festgehalten, dabei richtet sich der Fokus insbesondere auf das Kerngebiet beim Bahnhof St.Fiden. Mit einem städtebaulichen Wettbewerb wird die Projektierungstiefe erweitert und die Nutzungen konkretisiert, bevor die planungsrechtliche Umsetzung mit Zonenplanänderungen, Sondernutzungsplänen, Infrastrukturprojekten etc. erfolgen kann.

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