Anwalts-AG vom Bundesgericht zugelassen

Friday, 21. September 2012

Das Bundesgericht hat entschieden, dass die Anwalts-AG in der ganzen Schweiz zulässig ist, und damit einen negativen Entscheid des St.Galler Kantonsgerichts korrigiert. Die mit rund 70 Anwältinnen und Anwälten in Zürich, Bern, Basel, Zug und St.Gallen tätige Kanzlei Bratschi Wiederkehr & Buob, die den Entscheid vor Bundesgericht gezogen hat, kann sich nun als Ganzes als Aktiengesellschaft organisieren.

«Wir sind froh, dass nun gesamtschweizerisch die gleiche Praxis gilt und damit in dieser Frage Rechtssicherheit geschaffen wurde», hält Christian Stambach, Managing Partner von Bratschi Wiederkehr & Buob (BWB) zum Bundesgerichtsentscheid fest. Nun sei klar, dass die Praxis von bisher 14 Kantonen, die Anwalts-AG zuzulassen, in der ganzen Schweiz gelte: «Davon profitiert nicht nur Bratschi Wiederkehr & Buob, die als Kanzlei mit fünf Standorten in Zürich, Bern, Basel, Zug und St.Gallen von der unterschiedlichen Praxis der kantonalen Aufsichtsbehörden besonders betroffen war, sondern alle Kanzleien und deren Klienten.»

St.Galler Entscheid korrigiert

Das Bundesgericht hat mit dem Entscheid die Praxis im Kanton St.Gallen korrigiert: Die Aufsichts- behörden des Kantons St. Gallen – zunächst die Anwaltskammer, dann in zweiter Instanz das Kan- tonsgericht – hatten nämlich als bisher einzige in der Schweiz die Organisation einer Anwaltskanz- lei in Form einer Aktiengesellschaft nicht zugelassen. Vorher hatten alle zuständigen Aufsichtsbe- hörden in anderen Kantonen, die diese Frage zu klären hatten, die Anwalts-AG erlaubt. Aus die- sem Grund liess Bratschi Wiederkehr & Buob den St. Galler Entscheid durch das Bundesgericht überprüfen. Die Kanzlei sah sich durch den St.Galler Entscheid in ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit und ihrer Organisationsfreiheit in unzulässiger Weise eingeschränkt, weil sie sich trotz Genehmi- gung an den Kanzleistandorten Zürich, Bern, Basel und Zug nicht wie andere national tätige An- waltskanzleien organisieren konnte.

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