WISG für vernünftigen Einsatz von Pförtneranlagen

Tuesday, 27. September 2016

Die Stadt St.Gallen will bis zur Engpassbeseitigung mit Pförtneranlagen den Verkehr aus der Region in die Stadt dosieren. Die Wirtschaft Region St.Gallen (WISG) fordert einen vernünftigen Einsatz dieser Anlagen, weil eine gute Erreichbarkeit der Innenstadt für deren Standortqualität wesentlich ist.

Die WISG engagiert sich seit Jahren in der IG Engpassbeseitigung und setzt sich für eine gute Erreichbarkeit der Innenstadt mit allen Verkehrsmitteln (Velo, Bus und Auto) sowie eine optimale Erschliessung der Nationalstrasse ein. Die geplanten Pförtneranlagen auf praktisch allen Eingangsachsen zur Stadt sind vom Ansatz her («Stau im nichtbesiedelten Gebiet, flüssiger Verkehr in den Quartieren») auch für die WISG sinnvoll. Wichtig aber ist, wie diese Anlagen programmiert und mit den städtischen Lichtsignal-Anlagen koordiniert sind. Wird hier das bisher übliche «Regime» umgesetzt, dann sehen sich Autofahrer auch in Randstunden und nachts mit sehr wenig Verkehr bei Rotlicht stehen. Hier fordert die WISG von Stadt und Kanton den Einsatz von modernen, aufeinander abgestimmten Anlagen, und die Beschränkung auf Zeiten mit wirklichem Stau. 

Die WISG hält es zudem mit Blick auf die Region St.Gallen für angebracht, dass die Pförtneranlage und ihr Betrieb mit den Aussengemeinden abgesprochen werden. Der Standort St.Gallen besteht nämlich aus der ganzen Agglomeration, die zur Wertschöpfung in der Stadt ebenfalls wesentlich beiträgt. Insgesamt muss darauf geachtet werden, dass St.Gallen nicht zu einer Art «Burg» wird, die zu bestimmten Zeiten die Zugbrücken hochzieht und unerreichbar wird. Für das innerstädtische Gewerbe sind Initiativen der Stadt wie jene zur Belebung der Innenstadt wichtig und begrüssenswert. Sie nützen aber nichts, wenn gleichzeitig die Erreichbarkeit für den Individualverkehr erschwert wird. Hier erwartet die WISG von den Behörden das richtige Augenmass und die weitere Unterstützung bzw. den Einsatz für die Engpassbeseitigung samt Anbindung des Appenzellerlandes via Liebegg-Tunnel.

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