International School St.Gallen schliesst

Friday, 20. January 2017

Die International School St.Gallen (ISSG) schliesst auf Ende des Schuljahres 2016/2017 per 31. Juli 2017: Nach einer siebenjährigen Aufbauphase mit verschiedenen Betreibern hat sich gezeigt, dass die Ressourcen für eine International School in der Region St.Gallen nicht nachhaltig gesichert werden können. Für die derzeit eingeschriebenen 32 Schülerinnen und Schüler werden Anschlusslösungen angeboten.

«Es ist für den Standort St.Gallen sehr schade, dass die International School trotz grossen Anstrengungen der Verantwortlichen nicht auf eine Schülerzahl kommt, die den Betrieb kostendeckend sichern würde», hält Stadtpräsident Thomas Scheitlin fest. Allerdings sei es auch nicht richtig, eine Institution zu erhalten, wenn das Bedürfnis zu wenig gross sei. Regierungsrat Bruno Damann, dessen Wirtschaftsförderung in den letzten Jahren zu den Unterstützern der International School gehörte, sieht es ähnlich: «Die stark im Dienstleistungssektor tätige Wirtschaft der Region St.Gallen hat – anders als das industriell starke Rheintal-Werdenberg – weniger international ausgerichtete Unternehmen mit entsprechend global mobilen Mitarbeitenden.» Dennoch bedauert er die Schliessung, weil die International School bei Ansiedlungen neuer Unternehmen immer wieder eine positive Rolle gespielt hat. Gleichzeitig hält er fest: «Mit der erfolgreichen ISR in Buchs verfügt der Kanton weiterhin über eine ausgezeichnete International School.»

Schuljahr wird zu Ende geführt
Die Aufbauphase der International School St.Gallen dauerte deutlich länger als von den Verantwortlichen, der öffentlichen Hand und der Wirtschaft erwartet. Nun fehlen die Ressourcen für eine Weiterführung der Schule. Anders als in Buchs gab es in St.Gallen auch keinen Lead-Investor aus der Wirtschaft.

Der Unterricht an der ISSG wird bis Ende Schuljahr noch regulär erteilt. Die Eltern werden bei der Suche nach Folgelösungen für ihre Kinder unterstützt. Mit der Schliessung gehen 10 Arbeitsplätze verloren, wobei auch hier versucht wird, Anschlussbeschäftigungen zu finden.

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